Krieg der Welten

Es wird kontrovers diskutiert ob Radioprogramme und Podcasts nun verwandt oder gar dasselbe Medium in unterschiedlichen Kanälen sind. Ganz egal wo man in dieser Diskussion steht, man muss trotzdem zugeben, dass unzweifelhaft beide gemeinsame Wurzeln habe. Reportagen, Nachrichtensendungen, Hörbücher, Hörspiele…

 

In Zeiten in denen Radio das einzige technologische Massenmedium war, ging von Hörspielen und Reportagen eine besondere Magie aus. Im Jahr 1938 wurde vom Radiosender CBN ein Hörspiel mit dem Titel „War of the Worlds“ ausgestrahlt, das weit über seine Spielzeit und Sendegebiet hinweg Berühmtheit erlangte.

Verantwortlicher Autor, Regisseur und einer der Sprecher war der junge Medienmacher Orson Welles. Das Hörspiel war eine Adaption des gleichnamigen Romans des Autors H.G. Welles aus dem Jahr 1887. Die Besonderheit war, dass die Hörspielversion als eine fiktive Radioausstrahlung umgesetzt war. Reguläre Musikprogramme wurden von Nachrichtenmeldungen und Reportageelementen unterbrochen. Berühmt wurde das Hörspiel durch eine angebliche Massenpanik, die unter zuschaltenden Hörern ausgebrochen sein soll. Heute glaubt man jedoch, dass diese Panik mangels Reichweite des ausstrahlenden Senders größtenteils eine Erfindung der Boulevardpresse gewesen sein muss.

Trotzdem bleibt festzuhalten, dass das Hörspiel auch heute noch großartig anzuhören ist und als Klassiker unbedingt zu den Perlen des Internets und wegen des damals ungewöhnlichen Formats zu den Podcast-Urahnen zu zählen ist…

 

 

Bild: Wikimedia Commons

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